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Willkommen im Vorstand, Antje Simon!

- Antje Simon verstärkt neu den Vorstand von öbu. Im Interview erzählt sie, warum sie Nachhaltigkeit seit ihrer Jugend begleitet, weshalb nachhaltiges Wirtschaften für sie mehr ist als das Abarbeiten von Checklisten und wo sie die grössten Chancen für eine zukunftsfähige Schweizer Wirtschaft sieht.

Liebe Antje, was sollten wir unbedingt über dich wissen und was würde man so nicht auf deinem LinkedIn-Profil finden?

Ich liebe es, zu gärtnern. Das Gefühl, in und mit der Natur zu arbeiten und dabei völlig abschalten und im Moment sein zu können, ist einfach genial.

Was treibt dich persönlich an, dich für eine nachhaltige Wirtschaft einzusetzen? Gab es einen Moment oder eine Erfahrung, die dich geprägt hat?

Das Thema beschäftigt mich seit meiner Jugend. Ich habe schon immer die Vielfalt in der Natur geliebt und den Wunsch gehabt, diese Schönheit zu erhalten. Mit dem Eintritt in die Berufswelt wurde mir immer klarer, dass unser Bedürfnis nach Wohlstand und Wohlergehen damit im Einklang sein muss. Niemand, weder Natur noch Mensch, soll ausgebeutet werden – und so kam es zusammen.

Was bedeutet nachhaltiges Wirtschaften für dich?

Für mich ist nachhaltiges Wirtschaften, wenn es ein gutes Leben für alle ermöglicht und „alle“ darf gern sehr breit verstanden werden.

Was hat dich gereizt, im Vorstand Verantwortung zu übernehmen, und welches Thema liegt dir dabei besonders am Herzen?

Der öbu hat die Vision „Die Schweizer Wirtschaft schafft zukunftsfähigen Wohlstand für alle - innerhalb planetarer Grenzen“. Das trifft völlig meine Überzeugung und das möchte ich gemeinsam mit anderen Menschen gestalten. Mir liegt am Herzen, dass nachhaltiges Handeln mehr als eine positive, erstrebenswerte Geschichte der Zukunft gesehen wird und weniger als Erfüllung von Checklisten und regulatorischen Vorgaben.

Wo siehst du in den nächsten Jahren die grössten Chancen und Herausforderungen für eine nachhaltige Schweizer Wirtschaft?

Ich sehe die grösste Herausforderung darin, die Vielfalt der aktuellen und absehbaren Entwicklungen in ihrer Komplexität zu erfassen, mit der resultierenden Unsicherheit umzugehen und handlungsfähig zu bleiben. Sich nicht von Regulierungen treiben lassen, sondern wirklich gesellschaftliche und Umweltprobleme lösen zu wollen und zu können, bietet viele Chancen. Eine eigene zukunftsweisende Haltung, die ehrliche Reflektion globaler Abhängigkeiten und die Fähigkeit zu Kooperationen würde ich dafür als Erfolgsfaktoren nennen.