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11.5 Kilogramm Elektroschrott pro Kopf: Rekordhohe Entsorgung über SENS-Rücknahmesystem

- 2025 landeten in der Schweiz so viele Elektro- und Elektronikgeräte wie nie zuvor im SENS-Recyclingsystem: Pro Kopf wurden durchschnittlich 11.5 Kilogramm entsorgt – 3% mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig reagiert SENS eRecycling auf Anbieter, die das Finanzierungsmodell unterwandern, und verstärkt die Sensibilisierung für Kreislaufangebote.

Jede Schweizer Einwohnerin und jeder Einwohner entsorgte im vergangenen Jahr durchschnittlich 11.5 Kilogramm elektrische oder elektronische Geräte im Rücknahmesystem von SENS eRecycling. Das sind 3% mehr als im Vorjahr und total 104 751 Tonnen Elektrogeräte. Diese wurden anschliessend in den 17 Recyclingunternehmen, die dem SENS-Netzwerk angeschlossen sind, zerlegt und rezykliert. Dabei konnten durchschnittlich 75% der Materialien wiederverwendet werden. Aktuell gehören 1 557 Hersteller und
Importeure zum SENS-Netzwerk, die den vorgezogenen Recyclingbeitrag (vRB) auf ihre Produkte erheben und damit die Sammlung, den Transport sowie das Recycling finanzieren.

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Materialkreislauf

Produkte ohne vRB unterwandern das Finanzierungsmodell

«Unser Netzwerk hat sich seit der Gründung vor über 35 Jahren stark entwickelt und zählt heute international zu den effizientesten Rücknahmesystemen», erklärt der Geschäftsführer von SENS eRecycling Pasqual Zopp. «Es beruht auf Freiwilligkeit, Solidarität und Selbstverantwortung.» 

Genau diese Prinzipien geraten unter Druck: Immer mehrausländische Onlinehändler, aber auch Schweizer Marktteilnehmende erheben den vRB
nicht. Damit entziehen sie sich bewusst den Entsorgungskosten, die jährlich bei SENS eRecycling anfallen, und über dessen Netzwerk rund 90% der gesammelten Geräte entsorgt werden. Darunter auch die Geräte jener Anbieter, die keinen vRB entrichten und dadurch ihre Produkte günstiger anpreisen können. Solche Angebote kommen an: 35% der Schweizer
Konsumentinnen und Konsumenten würden Elektrogeräte eher oder sehr wahrscheinlich im entfernten Ausland kaufen, oft ohne zu wissen, dass bei diesen Käufen der vRB fehlt.

Massnahmen für langfristige Finanzierung

Um die Finanzierung des Systems langfristig zu sichern, setzte SENS eRecycling im vergangenen Jahr diverse Massnahmen um: 

«Für die Haushaltsgrossgeräte haben wir ein neues Prognosemodell entwickelt sowie für jeden unserer Fonds neue, differenzierte
Fondsgrenzen eingeführt», erklärt Geschäftsführer Pasqual Zopp. Weiter hat SENS eRecycling die Einflussgrössen auf den Kleingerätefonds analysiert und auf den 1. Januar 2026 erstmals den vRB für diese Gerätekategorie erhöht. «Höhere Entsorgungskosten, mehr Lithium-Ionen-Akkus mit erhöhtem Brandrisiko sowie steigende Lohn-, Treibstoff- und
Energiekosten machten diese Anpassung notwendig», so Zopp.

Gezielte Sensibilisierung für Kreislauflösungen

In der Sensibilisierungsarbeit lieferte eine von SENS eRecycling in Auftrag gegebene Studie  der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) vertiefte Erkenntnisse, wie durch eine bessere Information die Kreislaufangebote Reparatur, Weiterverkauf und Recycling gesteigert werden können. 

Auch die Kommunikation rund um das fachgerechte E-Zigaretten-Recycling
hat SENS eRecycling im vergangenen Jahr intensiviert. Die Sammelquote stieg von 16% (2024) auf 28% (2025). Nach eineinhalb Jahren Projektarbeit legte SENS eRecycling im (2025). Nach eineinhalb Jahren Projektarbeit legte SENS eRecycling im Berichtsjahr zudem die gemeinsam mit Swissolar und der Berner Fachhochschule erarbeiteten Grundlagen für die Wiederverwendung von Photovoltaikmodulen vor. Diese zeigen, dass die Wiederverwendung ökologisch klare Vorteile bringt, wirtschaftlich aber die Rentabilität aufgrund der niedrigen Preise für Neumodule eine Herausforderung darstellt.

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Kontakt: Nando Erne, Leiter Marketing & Kommunikation, SENS eRecycling

T: +41 43 255 20 05, nando.erne@sens.ch