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Nachhaltigkeit 2026: Was Unternehmen jetzt tun können

- Immer mehr Anspruchsgruppen verlangen von Unternehmen echtes Nachhaltigkeitsengagement und nicht nur schöne Worte. Ein praxisnaher Standard wie der Sustainability Performance Standard (SPS) hilft, Nachhaltigkeit so umzusetzen, dass sie wirksam, messbar und auditfest ist, ohne die Organisation zu überlasten. Einblicke in zwei Unternehmen zeigen, was das konkret bedeutet.

Regulatorische Vorgaben und steigende ESG-Anforderungen von Kundinnen, Investoren und weiteren Anspruchsgruppen machen eines klar: Gute Nachhaltigkeitsabsichten allein reichen heute nicht mehr aus. Gefordert sind Transparenz, Verlässlichkeit und nachweisbare Wirkung. Gerade für KMU ist der Weg von der Anforderung zur Umsetzung aber oft schwierig. Begrenzte Ressourcen und komplexe Reporting-Vorgaben führen schnell einmal zur Überforderung.

Ein strukturierter Weg für KMU: Der Sustainability Performance Standard (SPS)

Einen praxisnahen Weg, um diesen Herausforderungen zu begegnen, bietet der Sustainability Performance Standard (SPS) der Schweizerischen Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme (SQS). Der Standard basiert auf den weltweit bewährten und anerkannten ISO-Normen. Er schafft einen klaren, strukturierten Rahmen, um Nachhaltigkeit in der Unternehmensführung zu
verankern.
Wie dieser Ansatz in der Praxis funktioniert, zeigt das Beispiel der AcuMax Med AG aus Bad Zurzach.
Das im Gesundheitsbereich tätige Familienunternehmen erkannte früh, dass es nicht mehr ausreicht, Nachhaltigkeit lediglich als Haltung zu verstehen. Mit dem Wachstum des Unternehmens nahmen auch die Komplexität der Abläufe sowie die Erwartungen von Kundinnen und Kunden und weiterer Anspruchsgruppen zu. Vor diesem Hintergrund entschied sich AcuMax Med für die Einführung des SPS.

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Das Team von AcuaMax Med AG in den eigenen Räumlichkeiten in Bad Zurzach.

Von der Haltung über die Analyse zur Umsetzung

Im Zentrum stand dabei die doppelte Wesentlichkeitsanalyse. Sie zeigte auf, welche ökologischen, sozialen und Governance-Themen für das Unternehmen und seine Stakeholder wirklich relevant sind. Diese Analyse erlaubte, Ressourcen gezielt für wenige, aber wirkungsvolle Massnahmen einzusetzen.
Für das Controlling wurden KPI definiert und bestehende Daten so gut wie möglich genutzt. Die systematische Erhebung von Umwelt- und Emissionsdaten erwies sich als besonders herausfordernd.
Doch sollte mit ihr der Grundstein für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements gelegt werden.
Ein weiteres Praxisbeispiel liefert Dovida, ein international tätiges Unternehmen im Bereich der Seniorenbetreuung. 

Auch hier zeigte sich, dass Nachhaltigkeit mehr braucht als gute Absichten. Der SPS-Managementansatz half der Organisation, eine klare Strategie zu entwerfen und sowohl intern wirksam als auch extern nachvollziehbar umzusetzen. Dovida stellte mit dem SPS, die Anschlussfähigkeit zum Beispiel an die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und die European Sustainability Reporting Standards (ESRS) her und stärkte so das Vertrauen wichtiger Stakeholder, gerade auf den Finanzmärkten.

Nachhaltigkeitsmanagement im regulatorischen Kontext

Diese Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass Unternehmen angesichts steigender Anforderungen an die Nachhaltigkeits- und ESG-Berichterstattung einfache und klare Strukturen benötigen. Der SPS bietet hierfür einen geeigneten Rahmen und hilft Unternehmen, sich in diesem anspruchsvollen Umfeld zu orientieren und die regulatorischen Vorgaben umzusetzen. Gleichzeitig zeigt sich: Die Einführung eines Nachhaltigkeitsmanagementsystems ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess. Er erfordert klare Ziele, nachvollziehbare Kennzahlen, eine systematische Datenerhebung und die Bereitschaft zur kontinuierlichen Verbesserung. Denn Nachhaltigkeit entfaltet ihre Wirkung nur dann langfristig, wenn ökologische, soziale und Governance-Aspekte ganzheitlich und dauerhaft in die tägliche Unternehmensführung integriert werden.
Die vollständigen Praxisbeispiele von AcuMax Med und Dovida sowie vertiefende Einblicke in deren Nachhaltigkeitsansatz können Sie gerne hier nachlesen.

Autorin:
Claudia Furger, Kommunikation, SQS