Innerschweizer Klimaprogramm geht in die zweite Runde
Wo entstehen in unserem Unternehmen die meisten Treibhausgasemissionen? Und wo können wir ansetzen, um sie wirksam und wirtschaftlich zu reduzieren?
Rund 15 Unternehmen aus der Innerschweiz haben sich im Rahmen der ersten Durchführung des Innerschweizer Klimaprogramms mit diesen Fragen auseinandergesetzt. Nun wird das Förderprogramm von öbu-Mitglied Zelsius und der Albert Koechlin Stiftung fortgeführt und für weitere Unternehmen geöffnet. Seit dieser Woche können sich kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus den Kantonen Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Luzern für die zweite Ausgabe des Förderprogramms anmelden.
Viele Unternehmen machen bereits vorwärts
Dass Klimaschutz für KMU aus der Zentralschweiz längst mehr als ein Zukunftsthema ist, zeigen Unternehmen aus der ersten Durchführung. Dazu gehören Unternehmen wie die Topakustik AG aus Lungern. Bereits jetzt werden ihre Produkte im Betrieb zu 100 % mit erneuerbaren Energien hergestellt. Mit der Teilnahme am Innerschweizer Klimaprogramm bekräftigt Markus Hochstrasser, CEO der Topakustik AG, ihr Engagement für Umwelt- und Klimaschutz: «Das Innerschweizer Klimaprogramm gibt uns zusätzliche Impulse, klimafreundliche Lösungen konsequent weiterzuentwickeln.»
Gerade bei Industrie- und Produktionsunternehmen ist das Interesse am Förderprogramm gross. Neben dem eigenen Anspruch, Emissionen zu reduzieren, spielen dabei zunehmend auch wirtschaftliche Anforderungen eine Rolle. Geschäftskunden und Auftraggeber verlangen häufiger Informationen zur Klimawirkung eines Unternehmens oder seiner Produkte. Auch bei Ausschreibungen gewinnen entsprechende Angaben an Bedeutung.
Der Förderbeitrag als Türöffner zum Klimaschutz
Die Albert Koechlin Stiftung unterstützt die teilnehmenden Unternehmen auch in der zweiten Durchführung mit einem finanziellen Beitrag. Sie übernimmt bis zu 83 Prozent der Kosten für die Beratung und die erstmalige CO₂-Bilanzierung. So kann sichergestellt werden, dass auch kleine Unternehmen mit begrenzten Ressourcen sich fürs Klima engagieren können. «Es ist uns ein Anliegen, mit dem Programm einen möglichst niederschwelligen Einstieg in den Klimaschutz zu bieten», sagt Adina Hochuli, Geschäftsführerin von Zelsius.