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Herzlichen Dank, Olmar!

Themenfeld «öbu & die SDGs»
- Olmar Albers: 7 Jahre öbu-Geschäftsführer und Impulsgeber

Im Frühling 2018 wurde Olmar Albers vom öbu-Vorstand unter der Präsidentschaft von Chrigel Hunziker zum Nachfolger von Seta Thakur zum Geschäftsführer von öbu gewählt. 

Von Beginn weg lag Olmar am Herzen, in der Wirtschaft auch die menschliche Dimension nachhaltiger Entwicklung einzubeziehen. So argumentierte er bereits im öbu-Jahresbericht 2018 dafür, die Sustainable Development Goals (SDGs) um ein 18. Ziel «Der Mensch» zu ergänzen. 

Die damals startende Debatte um die erste «Konzernverantwortungs-Initiative» bot dem erfahrenen Manager aus der internationalen Konsumgüterindustrie rasch einen tieferen Einblick in die Schweizer Politiklandschaft.

Unter seiner Führung entwickelte sich öbu in neue Themenfelder: Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Lieferketten, Biodiversität und neue regulatorische Anforderungen rückten in den Fokus. Das Ziel blieb dabei unverändert: Nachhaltigkeitsverantwortliche mit Werkzeugen, Praxisbeispielen und Orientierungshilfen zu unterstützen. Dutzende von Unternehmen präsentierten bei öbu ihr Engagement für nachhaltigere Lösungen – von der Menüstruktur bei Menu&More über die vollständige Treibhausgaskompensation bei Mondaine und die Zusammenarbeit mit Kakaobauern durch Arbofino bis zum klimaneutralen Datennetz von Swisscom –, um sich gegenseitig zu inspirieren. 

Zwei Projekte aus dieser Ära prägen öbu bis heute: die Initiative «Wiederverwendung in der Bauindustrie», welche Alberto Cerri in dieser Zeit auf die Beine stellte, mit ihren sowohl konzeptionellen wie praktischen Aktivitäten, und die Beteiligung am Nationalfonds-Projekt «BioPrint» zum Biodiversitäts-Fussabdruck, an dem Olmar massgeblich mitwirkte.

Aufgrund der wachsenden Zahl an Akteuren zu nachhaltiger Wirtschaft setzte Olmar auf strategische Vernetzung. Er pflegte enge Kooperationen, insbesondere mit dem Global Compact Netzwerk Schweiz & Liechtenstein, swisscleantech, der Stiftung Pusch und der Klimaplattform der Wirtschaft und engagierte sich zudem im Vorstand von «Go for Impact». Mit Vorträgen und Lehrveranstaltungen baute er regelmässig Brücken zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Parallel dazu wurde das digitale Angebot von öbu, getrieben auch durch die Anforderungen der Pandemie, stark ausgebaut.

Für die Geschäftsstelle gelang es Olmar immer wieder, engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für öbu zu gewinnen und deren Entwicklung mit Überzeugungskraft und Einfühlungsvermögen zu fördern. Sein persönlicher Stil zeigte sich besonders am «Forum ö», wo er fachliche Tiefe mit menschlicher Begegnung und Leichtigkeit verband. Für ihn war Nachhaltigkeit stets auch ein Prozess menschlicher Entwicklung. 

Nach seinem Sportunfall im Frühling 2025 und den folgenden gesundheitlichen Herausforderungen musste Olmar seine Tätigkeit ruhen lassen, um sich voll auf seine Genesung zu konzentrieren. Nach einer Übergangsphase wird Lizan Kuster die Geschäftsführung im Herbst 2026 übernehmen.

Autor

Ab
Arthur Braunschweig, öbu-Präsident, 18. Mai 2026