Nachhaltigkeit bei ORIOR: Fortschritte mit langfristigem Anspruch
Ein Rauchgaskühler in einer Pasta-Produktion klingt nicht nach grosser Bühne. Und doch zeigt er, worum es bei Nachhaltigkeit in der Lebensmittelbranche heute geht: nicht nur Ziele formulieren, sondern technische, organisatorische und partnerschaftliche Entscheidungen so verbinden, dass begrenzte Ressourcen
konkret eingespart werden. Bei Pastinella, einem ORIOR Tochterunternehmen, wird künftig Energie aus heissen Abgasen zurückgewonnen. Das Projekt ist eines von vier Vorhaben, die der seit 2025 aktive ORIOR Klimafonds in seiner ersten Runde bewilligt hat.
2025: Ziele gesetzt, Kurs gehalten
Für ORIOR war 2025 ein Jahr des Übergangs. Mit der neuen Nachhaltigkeitsstrategie 2025–2030 wurde die nächste Etappe gestartet, und im Sommer 2025 validierte die Science Based Targets initiative (SBTi) die Klimaziele offiziell. Damit wurde bestätigt, dass der Reduktionspfad mit dem 1.5°C-Ziel des Pariser Abkommens übereinstimmt. Die Food-Waste-Intensität sank um 10.4 % auf 2.6 % der Produktionsmenge, ebenso sank die Energie- und Wasserintensität. In anderen Bereichen wie Scope-3-Emissionen, Verpackungen und Lieferkettendaten liegt noch viel Arbeit vor uns.
Im Austausch liegt die Stärke
Gerade diese Spannung macht den Austausch mit der Branche wertvoll. Viele Nachhaltigkeitsverantwortliche kennen ähnliche Herausforderungen: Strategien müssen in Investitionsentscheide übersetzt, Lieferkettendaten verbessert und regulatorische Anforderungen mit Kosten, Machbarkeit und Wirkung zusammengebracht werden. Einfache Antworten gibt es selten. Umso wichtiger ist es, Erfahrungen zu teilen und konkrete Ansätze aus Einkauf, Produktion und Nachhaltigkeitsarbeit sichtbar zu machen.
Vom Kodex zur Praxis
Fortschritt entsteht dort, wo Nachhaltigkeit in bestehende Prozesse einzieht. Der gruppenweite Lieferantenkodex schafft eine verbindliche Grundlage für ethisches Geschäftsverhalten, Menschen- und Arbeitsrechte sowie Klima- und Umweltschutz. Seit 2025 wird er schrittweise bei den Lieferanten ausgerollt und verankert. Entscheidend ist die Umsetzung: Rückmeldungen werden ausgewertet, offene Punkte geklärt, und wo nötig führen Einkauf und Nachhaltigkeitsmanagement den direkten Dialog mit den Lieferanten. So wird der Lieferantenkodex Schritt für Schritt verankert.
Greifbar, nicht aufgesetzt
In der Produktion zeigt sich Nachhaltigkeit in konkreten Verbesserungen: bessere Planung, weniger Ausschuss, effizientere Anlagen sowie Verpackungslösungen mit geringerem Materialeinsatz und besserer Rezyklierbarkeit. Manche Fortschritte entstehen durch technische Investitionen, andere durch präzisere Abläufe oder durch Ideen von Mitarbeitenden. Genau dort wird Nachhaltigkeit greifbar, nicht als Zusatzaufgabe, sondern als Teil der operativen Arbeit.
Gemeinsam weiterdenken
Wir haben viel erreicht und gleichzeitig noch einen langen Weg vor uns. Nachhaltigkeit verstehen wir deshalb nicht als abgeschlossene Erfolgsgeschichte, sondern als gemeinsamen Lernprozess. Das Nachhaltigkeitsteam von ORIOR freut sich auf den Austausch mit Fachkolleg:innen, Partnern und anderen Unternehmen. Denn nur durch gemeinsames Lernen, Teilen und Weiterdenken kann eine nachhaltigere Wirtschaft aktiv gestaltet werden.
Tauschen Sie sich mit uns aus – wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme unter nachhaltigkeit@orior.ch.
Bilder & Texte: ORIOR AG