Nachhaltigkeitsmanagement für Non-Profit Organisationen (NPO)
Organisationen aus dem Non-Profit Sektor sehen sich zunehmend gefordert, Nachhaltigkeitsaspekte in ihrer Arbeit zu berücksichtigen. Dies betrifft die Organisation selbst als Arbeitgeberin und Verbraucherin von Ressourcen sowie die Projekte und Programme, mit der eine Non-Profit Organisation (NPO) ihre Ziele verfolgt und eine gesellschaftliche oder ökologische Wirkung erzielen möchte. Ein neuer Leitfaden bietet praxisorientierte Instrumente für ein nachhaltiges Management von NPO. Am 20. März wurde der Leitfaden im Rahmen eines Netzwerkanlasses interessierten NPO vorgestellt und abgegeben. Zudem können sich NPO für ein kostenloses Coaching durch erfahrene Nachhaltigkeits-ExpertInnen aus Öbu-Unternehmen anmelden.
Der globale Nachhaltigkeitsdiskurs spiegelt sich auf Organisationsebene im Konzept des nachhaltigen Managements, das ökonomische Ziele eines Unternehmens mit ökologischen und sozialen in Einklang bringt. Dies wird erreicht, indem alle Strukturen und Prozesse systematisch daraufhin untersucht werden, welche Auswirkungen sie auf den Geschäftserfolg und gleichzeitig auf die ökologische und soziale Umwelt haben. Unter Ausnutzung aller Synergieeffekte werden damit möglichst viele positive Wirkungen in allen drei Dimensionen erzielt. Im Prozess der Entwicklung dieses Konzepts eines nachhaltigen Managements wurde verschiedentlich darauf verwiesen, dass auch NPO sicherstellen müssen, dass von ihren Aktivitäten möglichst wenige negative und möglichst viele positive ökonomische, ökologische und soziale Wirkungen ausgehen.
Vor diesem Hintergrund entwickelte der Kompetenzschwerpunkt nachhaltiges Management an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) ab Sommer 2009 in einem Forschungsprojekt ein Modell für nachhaltiges Management in NPO. Das Modell berücksichtigt fünf Management-Module:
- Assessment (Selbstevaluation)
- Stakeholder Management
- Nachhaltiges Projekt-Management
- Nachhaltigkeitsreporting
- Best Practice
Das Projekt wurde von der Förderagentur für Innovation des Bundes (KTI) finanziell unterstützt. Neben dem Institut für Soziologie der Universität Basel als Wissenschaftspartner sowie Greenpeace und dem Hilfswerk der evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) wirkte die Öbu als weitere Praxispartnerin am Projekt mit.
Das Forschungsprojekt konnte mittlerweile erfolgreich abgeschlossen werden. An der Proofit-Informationsveranstaltung vom 20. März 2012 wurden die Ergebnisse präsentiert. Die Resultate sind den NPO wie folgt zugänglich:
- über einen praxisorientierten Leitfaden (pdf) auf der Plattform Proofit.
- über aufbereitete Informationen auf der Plattform Proofit.
- über ein Selbstevaluationstool (pdf) auf der Plattform Proofit.