Herausforderungen und Möglichkeiten im Umgang mit dem Klimawandel

Unternehmen, BehördenvertreterInnen und Partner tauschten sich an der EnAW-Fachtagung aus. Quelle: www.enaw.ch

11.11.14 - An der ETH Klimarunde und der EnAW Fachtagung wurde über den Umgang mit dem Klimawandel diskutiert. Fazit: Das 2-Grad-Ziel sollte unbedingt angestrebt werden. Durch strategische Anpassungen und eine Prüfung möglicher CO2-Einsparungen können Unternehmen mit der Energiewende mithalten.

Laut Ottmar Edenhofer, Co-Vorsitzender der Arbeitsgruppe III vom IPCC Berichts, ist die Hälfte der gesamten Emissionen in den letzten 40 Jahren entstanden. Der wichtigste Treiber für den Anstieg der Emissionen ist das steigende pro Kopf Bruttoinlandprodukt (BIP), der zweitwichtigste Treiber ist die wachsende Weltbevölkerung. Herr Edenhofer nahm auch Stellung zum 2-Grad-Klimaziel. Er zeigte auf, dass eine Klimaerwärmung um 4°C Risiken birgt, die heute noch nicht einschätzbar sind. Bei einer Erwärmung des Klimas um 2°C sind die nicht einschätzbaren Risiken viel kleiner und der Handlungsspielraum dementsprechend grösser.

Anthony Patt, Professor am Departement Umweltsystemwissenschaften an der ETH, zeigte, dass die nötigen Technologien zur Vermeidung von Emissionen vorhanden und bezahlbar sind. Allerdings würden sie noch zu wenig genutzt. Die politischen Rahmenbedingungen müssen laut Anthony Patt noch stark angepasst werden um den Klimawandel zu bremsen. Die Chefin von Alpiq, Jasmin Staiblin, sagte, dass die regulatorischen Rahmenbedingungen kontroverse Anreize setzten. Der Strommarkt befände sich derzeit in einer „Subventionsfalle“, welche die Energiepreise gesenkt habe. Die Alpiq hat zwei Strategien, um mit dieser Situation umzugehen: Einerseits wolle sie das Geschäft vermehrt dem Umfeld anpassen und dabei vor allem die Wasserkraft stärken;andererseits wolle sie sich bei den Energiedienstleistungen, beispielsweise bei der Energieeffizienzberatung, stärker positionieren.

13te Fachtagung der Energie-Agentur der Wirtschaft

An der EnAW Fachtagung forderte der Chef von ABB Schweiz, Remo Lütolf, smarte Rahmenbedingungen, bestehend aus Marktwirtschaft, Wettbewerb und Investitionssicherheit für eine erfolgreiche Energiewende. Laut Hans Killer, Nationalrat und Präsident der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie, klafften die Ziele der einzelnen Parteien, insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien und der Wasserkraft noch weit auseinander. Die Energiestrategie werde ein grosses Thema sein in der kommenden Wintersession des Parlamentes.

Die Firmen, welche sich durch die EnAW bei der Einsparung von CO2 unterstützen lassen leisten mit ihren CO2 Einsparungen einen grossen Beitrag zur Senkung der Emissionen in der Schweiz. Seit 1990 haben die teilnehmenden Unternehmen ihren CO2-Ausstoss um 25 Prozent gesenkt. Dies trotz einer Erhöhung der wirtschaftlichen Produktion im gleichen Zeitraum von rund 50 Prozent.

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