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Forum ö 2012 - Weniger ist mehr!
Das Geschäftsmodell der Suffizienz
Seit 23 Jahren macht sich die Öbu Gedanken über den Wachstumsbegriff und das intelligente Zusammenspiel von Innovation, Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit. Dabei geht es auch um die Frage, ob Nachhaltigkeit mit Energieeffizienz, erneuerbaren Energien und sorgsamem Umgang mit anderen Ressourcen erreicht werden kann. Oder ob unsere Gesellschaft in Zukunft mit viel weniger Energie und Ressourcen auskommen muss? Und wie ein Leben und eine gesunde Wirtschaft mit viel Weniger aussehen würden? Eine 2011 bei Öbu-Mitgliedern durchgeführte Umfrage ergab: Fast 90 Prozent erwarten ein „Zeitalter der Genügsamkeit“.
Deshalb werden wir uns am Forum ö 2012 vom 10./11. Mai im Casinotheater Winterthur intensiv zum Thema Suffizienz austauschen. Mit zahlreichen Beiträgen aus Wirtschaft, Politik und Kultur wollen wir die Diskussion unter den TeilnehmerInnen anstossen.
Den Beginn macht die anregende Soirée Avantgarde am Abend des 10. Mai. Das Tagungsthema wird alle Aspekte der Veranstaltung durchdringen: Selbst das Menu des festlichen Abendessens wird sich nach den Grundsätzen der Suffizienz richten.
Der Freitag beginnt mit einer kurzen statutarischen Mitgliederversammlung der Öbu, doch schon um 10 Uhr geht’s los mit der Suffizienz: Verschiedene ReferentInnen werden den theoretischen Hintergrund dieser Idee ausleuchten.
Danach entwickeln wir gemeinsam in einer spielerisch geführten „Warp Diskussion“ Lösungsansätze zu suffizienten Geschäftsmodellen der Welt von morgen. In kurzen Zweiergesprächen tauschen wir unsere Ideen aus. Die unterschiedlichen Ausgangspositionen der jeweiligen Dialogpartner versprechen spannende Perspektiven. Stephan Sigrist vom Think Tank W.I.R.E. wird diese Diskussion moderieren. Anschliessend geht es zum genügsamen aber leckeren Mittagessen.
Der Nachmittag gehört dann weitgehend den PraktikerInnen. Sie stellen zu den Themen Bauen, Nahrung, Mobilität und High Tech in Kurzreferaten die verschiedensten Ansätze zur Umsetzung der Idee der Suffizienz vor.
Hier eine Auswahl der vielfältigen Beiträge aus der Praxis:
- Hubert Rhomberg demonstriert sein Hochhaus aus Holz: Was ist mit nachhaltigen Baustoffen möglich und wie kann aufwändige Technik durch intelligente Gestaltung kompensiert werden.
- Die Genossenschaft Kalkbreite berichtet über ihren ungewöhnlichen Ansatz, die Wohnfläche pro MieterIn zu begrenzen.
- Am Beispiel von Urban Farming („der Schrebergarten der Zukunft, inklusive Fischteich“) sowie von Ortoloco (Vertragslandwirtschaft) wird gezeigt, dass die Zutaten für ein leckeres Essen von ganz ungewöhnlichen, aber nachhaltigen Quellen kommen können.
- Dass die Mobilität mit dem Fahrrad handfeste wirtschaftliche Vorteile bringen kann, erzählt der Basler Architekt Christian Blaser.
- Im Hightech-Bereich werden Ansätze für eine deutliche Verlängerung der Nutzungsdauer von Handys präsentiert.
Anschliessend stehen die ReferentInnen in verschiedenen Arbeitsgruppen für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.
Den Abschluss des Nachmittags bestreiten die TeilnehmerInnen mit der die Präsentation von Lösungsansätzen aus der morgendlichen Warp-Diskussion - viel Stoff, der während des Abschluss-Apéros noch besprochen werden kann.
Link zu weiteren Infos zum Thema Suffizienz
Link zur Anmeldung
Link zur Aktion "Gratis ans Forum ö"

