Öbu-Preisverleihung für den besten Umweltbericht
Am 20. März hat die Öbu gemeinsam mit ihren Partnern PricewaterhouseCoopers, IWÖ-HSG und CASH den Öbu-Preis verliehen. Dieser Schweizer Preis für den besten Umweltbericht wurde in feierlichem Rahmen im Casinotheater in Winterthur zum dritten Mal überreicht. Überraschender Gewinner bei den Grossunternehmen: Der Zürcher Flughafen unique. Bei den KMU belegt der Dämmstoff- Produzent Flumroc den ersten Rang.
Transparenz und eine glaubwürdige Kommunikation werden für Firmen immer wichtiger. Der Öbu-Preis für den besten Umweltbericht beurteilt seit 1999 zweijährlich die Qualität der Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichte von Schweizer Unternehmen. Er würdigt die Anstrengungen der Betriebe, die in diesen wichtigen Bereichen offen über ihre Leistungen – und auch Probleme – berichten. Am 20. März 2003 war es so weit: Die Gewinner der dritten Runde wurden anlässlich einer Feier im Casinotheater in Winterthur geehrt.
Die Freude der Betroffenen, aber auch die Überraschung bei den Gästen war gross, als Jurypräsident Thomas Dyllick und Öbu-Geschäftsleiterin Gabi Hildesheimer die Sieger bekannt gaben: Bei den KMU (bis 250 Mitarbeitende) erreichte die Flumser Dämmstoff-Firma Flumroc den ersten Platz vor dem Ökopionier BAER aus Küssnacht und der Zürcher Druckerei ROPRESS. Diese drei Unternehmen sind für viele ein Begriff in Bezug auf ihr ökologisches und soziales Engagement.
Den ersten Rang bei den Grossunternehmen erreichte unique, den zweiten Rang Canon (der Sieger des Öbu-Preises 2001), und auf den dritten Platz schaffte es Zement-Produzent Holcim.
Der Öbu-Preis beurteilt die Kommunikation von Firmen über ihr Umweltengagement, nicht aber die im Umweltbericht beschriebenen Umweltleistungen der Unternehmen.
Dass jedoch Josef Felder, CEO des Flughafens unique den ersten Preis bei den Grossunternehmen entgegen nehmen durfte, sorgte zumindest für angeregte Diskussionen beim anschliessenden Apéro. Der Flughafen verfasst seit 1994 regelmässig Umweltberichte und ermöglich damit den Dialog – nicht zuletzt mit kritischen – Anspruchsgruppen. Die Jury lobte denn auch die gute Darstellung der Problematiken, die Vollständigkeit und die Offenlegung bzgl. Zielsetzung und –erreichung.
Thomas Scheiwiller, Partner von PricewaterhouseCoopers führte den versammelten Gästen der Veranstaltung aus, nach welchem Verfahren und anhand welcher Kriterien bei der Bewertung der über 30 eingereichten Berichten vorgegangen wurde: In einer ersten Stufe wurden alle Berichte durch ein Team von Umweltexperten von PricewaterhouseCoopers nach einer Methode des Instituts für Wirtschaft und Ökologie an der Universität St. Gallen IWÖ-HSG bewertet.
Je die besten Berichte der beiden Kategorien KMU und Grossunternehmen wurden anschliessend von einer Fachjury unter dem Vorsitz von Thomas Dyllick, Leiter des IWÖ-HSG nach den Kriterien Vollständigkeit, Relevanz, Verständlichkeit, Nachvollziehbarkeit, Publikumsgerechtigkeit und Gesamteindruck beurteilt. Die jeweils am besten beurteilten Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichte nehmen an der Wahl der besten Berichte auf europäischer Ebene teil, den European Sustainability Reporting Awards, ESRA.
Stargast des Abends war neben den strahlenden Preisträgern der bekannte Kabarettist Patrick Frey. Er präsentierte „seinen“ Umweltbericht. Für den musikalischen Rahmen waren die Jazzmusiker Philippe Mall (Saxophon) und Marco Dreifuss (Piano) besorgt.

