Öbu-Preis 2007 geht an die Migros
Am Abend des 6. Dezember 2007 hat Bundesrätin Doris Leuthard in der Kunsthalle Bern die Gewinner des Öbu-Preises für den besten Nachhaltigkeitsbericht geehrt. Der Preis wurde zum fünften Mal in feierlichem Rahmen überreicht. CEO Herbert Bolliger durfte für die Migros den ersten Preis bei den Grossunternehmen entgegennehmen.Zweit- und drittplatziert waren Roche und Coop. Gewinner bei den KMU war der Brillenglashersteller Knecht & Müller.
Der Öbu-Preis beurteilt seit 1999 zweijährlich die Qualität der Nachhaltigkeitsberichte von Schweizer Unternehmen. Je vernetzter und globaler die Wirtschaft, desto wichtiger werden Transparenz und eine glaubwürdige Kommunikation. Sie sind Voraussetzung für Vertrauen und damit ein wichtiger Beitrag zur Akzeptanz des unternehmerischen Handelns. Schaffen lässt sich diese Transparenz durch eine glaubwürdige Berichterstattung darüber, wie die Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft in Unternehmen wahrgenommen wird. Der Öbu-Preis würdigt die Anstrengungen der Betriebe, die in diesen wichtigen Bereichen offen über ihre Ziele und Leistungen – und auch ihre Schwierigkeiten – berichten.
Am 6. Dezember 2007 wurden anlässlich einer gutbesuchten Feier in der Kunsthalle Bern die Preisträgergeehrt: Migros-Chef Herbert Bolliger freute sich sichtlich über den ersten Preis für seinen zielgruppengerecht in Varianten vorliegenden Bericht. Den zweiten Rang bei den Grossunternehmen belegte Roche und auf den dritten Platz schaffte es der Gewinner 2005, Coop. Bei den kleinen und mittleren Unternehmen durfte Peter Müller, Inhaber von Knecht & Müller den ersten Preisentgegennehmen.
Bundesrätin Doris Leuthard gratulierte den Gewinnerndes Öbu-Preises für den besten Nachhaltigkeitsbericht:„Sie beweisen mit Ihrer Geschäftsstrategie, dass Nachhaltigkeit keine Worthülse für sprachlose Politiker und idealistische Weltverbesserer ist.“ Gleichzeitig rief sie auch die Politik zum Handeln auf: Sie müsse die Rahmenbedingungen zum Schutz der Umwelt setzen;etwa mit Steuererleichterungen für energiesparendes Verhalten.
Alle 43 für den Wettbewerb eingegangenen Berichte wurden in einem ersten Schritt auf der Basis eines Bewertungsinstruments geprüft, das sich primär an den Kriterien der Global Reporting Initiative orientiert. Für die Methodik verantwortlich ist Prof. Dr. Claus-HeinrichDaub, Leiter des Kompetenzschwerpunkts Nachhaltiges Management am Institut für Unternehmensführung der FHNW. In einer zweiten Stufe beurteilte eine Jury von ExpertInnen die Berichte nach den Kriterien Vollständigkeit, Relevanz, Verständlichkeit, Nachvollziehbarkeit, Publikumsgerechtheit und Gesamteindruck.
Schauspielerin und Regisseurin Liliana Heimberg führteals künstlerische Leiterin durch den Abend. Sie thematisierte die „Nachhaltigkeit“ des Öbu-Preises auf lebendige Weise.
Das Hosting der Preisverleihung lag bei PricewaterhouseCoopers, gesponsert wurde die Veranstaltung von SENS.
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